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25. Dezember 2019, 11:15 Uhr: Wolfgang Amadeus Mozart:

Piccolomini-Messe (KV 258)







 

 

 

 

Mozart komponierte die Missa brevis in C-Dur KV 258 „Piccolomini-Messe" 1775 für vierstimmigen Chor, Soli und Orchester.

Das lebhafte Kyrie läuft im Allegro durch und ist durch den ständigen Wechsel von Chor und Soli mit entsprechender instrumentaler Begleitung geprägt. Auf das vom Chor forte gesungene Kyrie eleison folgt jeweils das von den Solisten piano vorgetragene Christe eleison.

 

Im straff durchkomponierten und mit einem knappen Fugato endenden Gloria sind die Singstimmen beherrschend. Den chorischen Anfang mit dem Wort Gloria gestaltet Mozart durch punktierten Rhythmus betont akklamatorisch, so wie er in ähnlicher Weise auch die Worte Gratias und Quoniam akzentuiert und damit den hymnischen Charakter des Satzes unterstreicht.

 

Das Credo gliedert sich in drei Teile mit Et incarnatus est und Crucifixus als langsamen Mittelabschnitt. Das Et incarnatus est wird vom Solotenor gesungen, während das anschliessende Crucifixus nicht wie üblich rein chorisch ist. Vielmehr singt der Chorbass allein viermal chromatisch aufsteigend das drohend wirkende Crucifixus, während die Worte Crucifixus etiam pro nobis den drei oberen Solostimmen zugewiesen sind, bevor der Chor vierstimmig mit passus et sepultus est den Vers beschliesst.

 

Das Wort Sanctus erklingt auf den beiden ersten Vierteln konform mit den Trompeten und Pauken mit anschliessender Halbepause, die von den Oboen und den Streichern in Sechzehntelbewegungen überspielt werden. Auf den langsamen, majestätischen Beginn des Satzes folgt der schnellere Teil. Das Hosanna ist ein Fugato und geht in kurze Rufe über.

 

Das Benedictus gestaltet Mozart anders als traditionell üblich. In dem temperamentvollen Allegro-Satz findet eine Art Dialog zwischen dem Solistenensemble und dem Chor statt, der in gewissen Abständen immer nur das Wort Benedictus wiederholt, bevor es an zwei Stellen zu Doppelchörigkeit kommt. Mozart setzt keine der Solostimmen wirklich solistisch ein, sondern behandelt das vollständige Quartett wie einen zweiten kleinen Chor. Die Streicher begleiten den Satz mit Tonleiterfiguren in Achteltriolen. Der Einsatz der Oboen, Trompeten und Pauken verleiht dem sonst verhaltenen Satz einen besonders feierlichen Charakter.

 

Das im Adagio durchkomponierte Agnus Dei beginnt im strahlenden C-Dur-Tutti und wendet sich erst beim Einsatz des Soloquartetts kurzzeitig nach c-Moll. Bemerkenswert ist, dass Mozart im Chorsatz die Worte qui tollis stets subito piano singen lässt, wodurch das folgende Wort peccata im Forte besonders betont wird. Auffallend ist auch der Schluss, wo Mozart das Dona nobis pacem nicht wie in anderen Messen fast wie ein auftrumpfender Kehraus dem Miserere nobis anhängt, sondern aus dem Miserere hervorwachsen und ohne Takt- oder Tempowechsel ausklingen lässt.

 

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